
Wer Caley Rose zum ersten Mal begegnet, spürt sofort: Hier steckt eine Welt dahinter. Die Bremer Künstlerin trägt ihre schottisch-keltische Identität nicht als Kostüm, sondern als zweite Haut. Tartan-Muster, Whisky-Atmosphäre, die Straßen von Edinburgh um vier Uhr morgens – das sind keine Kulissen, das ist ihr Universum.
Musikalisch bewegt sich Caley Rose zwischen modernem Pop und atmosphärischem Folk-Rock. Ihre Songs sind durchweg poetisch: „Foxglove“ nutzt die giftige Schönheit des Fingerhuts als Metapher, „Linie Zehn“ verwandelt eine Bremer Straßenbahnfahrt in Alltagslyrik, „Edinburgh, 4 A.M.“ fängt die stille Schwere einer schlaflosen Nacht in einer fremden Stadt ein. Und wenn sie mit The Alloccalypse in „What’s under the Kilt“ die Folk-Rock-Energie aufdreht, zeigt sie, dass sie auch die lauten Töne beherrscht.
Caley Rose ist eine Geschichtenerzählerin. Ihre Musik ist der Beweis, dass man nicht nach Schottland reisen muss, um die Highlands zu spüren.
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