
Geschichte ist nicht trocken. Sie ist laut, leise, tragisch, triumphierend, grausam und wunderschön – und genau das macht Sounds of History hörbar. Das Bremer Musikprojekt hat sich einer ungewöhnlichen Mission verschrieben: Historische Ereignisse, Persönlichkeiten und Epochen sollen nicht nur gelesen, sondern gefühlt werden.
Über vier Alben und 43 Songs spannt Sounds of History einen Bogen, der von der Antike bis ins 20. Jahrhundert reicht. Die Varusschlacht bekommt einen Rock-Song („Legiones Redde“), das Berlin der Weimarer Republik schwingt im Swing-Gewand („Metropolis in Velvet“), der Amerikanische Bürgerkrieg klingt nach Country („Brass and Dust“) und der Weltraumwettlauf des Kalten Krieges pulsiert im Disco-Funk-Rhythmus („Stardust and Diplomacy“). Das Prinzip ist konsequent: Das Genre folgt dem Thema, nicht umgekehrt.
Dabei werden historische Fakten ernst genommen und sorgfältig recherchiert. Wo die Geschichte Lücken lässt oder Mythen die Wahrheit überlagern, wählt das Projekt entweder einen kreativen „Was wäre wenn…“-Ansatz oder führt den Hörer behutsam an die historische Realität heran. Mehrsprachigkeit ist dabei selbstverständlich: Englisch, Deutsch, Spanisch und sogar Niederdeutsch kommen zum Einsatz, je nachdem, welche Sprache dem Thema am nächsten ist.
Sounds of History ist Bildung, die man nicht merkt – weil man zu sehr damit beschäftigt ist, den Kopf zu nicken.
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